- Gemeinsam mehr erreichen - MUT-Mümmelmannsberg – ein sozialraumorientiertes Netzwerk
 - Gemeinsam mehr erreichen -MUT-Mümmelmannsberg – ein sozialraumorientiertes Netzwerk  

Frühe Hilfen

MUT - Frühe Hilfen Mümmelmannsberg bietet seit September 2012 ein umfassendes und differenziertes Hilfsangebot für werdende Eltern und Familien mit Kindern bis 18 Monaten im Stadtteil an. Die Unterstützung findet in Form von Einzelberatung, aufsuchender und nachgehender Arbeit sowie Gruppenangeboten statt und wird durch ein Team aus Familienhebamme und Sozialpädagogin geleistet. Intensive Netzwerkarbeit und Kooperationen mit Einrichtungen im Stadtteil ermöglichen ein bedarfsorientiertes Hilfsangebot. Den Frühen Hilfen liegt der ganzheitliche Begriff von Gesundheit zugrunde, der körperliche, seelische und soziale Aspekte miteinschließt. Es ist ein an den Ressourcen der Eltern orientiertes Hilfsangebot, die Selbsthilfepotenziale werden mobilisiert, so dass grundsätzliche Fähigkeiten zur Problembewältigung erworben werden.

 

Zielgruppe
Die Hilfe richtet sich an alle (werdenden) Eltern mit Kindern bis 1,5 Jahren, umfasst aber vor allem passgenaue Hilfen für Familien mit besonderen Belastungen.

 

Ziele
Durch die frühzeitige und vielfältige Unterstützung soll das gesunde Aufwachsen von Kindern ermöglicht werden. Risiken und Gefährdungen sollen rechtzeitig erkannt, Schutzfaktoren gestärkt und Fördermaßnahmen eingeleitet werden.

Im Einzelnen sind zu nennen:

 

    •    Sicherstellung des Kindeswohls
    •    Förderung der seelischen und körperlichen Entwicklung des Kindes
    •    Förderung der Eltern-Kind-Interaktion und – Bindung
    •    Stärkung der Elternkompetenzen
    •    Förderung der Alltagskompetenz und Handlungssicherheit der Eltern
    •    Vermittlung an spezifische Hilfsangebote
    •    Integration in das soziale Netzwerk/die Regelangebote

 

Angebote
MUT Frühe Hilfen hält intensive Einzelbegleitung sowie offene Beratung und verschiedene Gruppenangebote vor.

 

Einzelbegleitung (verbindliche Hilfen)
In Form von aufsuchender und nachgehender Beratung und Begleitung werden die Eltern befähigt, selbst ausreichend für sich und ihre Kinder sorgen zu können.

Alltagspraktische Hilfen gehen dabei einher mit umfassender Unterstützung in Themen der Gesundheitsfürsorge sowie psychosozialer Beratung.

Diese intensive Betreuung kann bereits in der Schwangerschaft beginnen und erfolgt bei Bedarf im Tandem mit Familienhebamme und Sozialpädagogin. Regelmäßige Termine schaffen den Rahmen für eine vertrauensvolle und nachhaltige Unterstützung.

Gemeinsam mit den Eltern und gegebenenfalls mit den meldenden Stellen, wird zu Beginn der Hilfe der Unterstützungsbedarf geklärt. Ausgehend von diesem Bedarf wird ein Hilfesetting bereitgestellt. Zeitlicher Umfang, die Dauer der Hilfe, Methoden und externe Kooperationen werden individuell vereinbart und können im Verlauf der Hilfe variabel angepasst werden.

 

Offene Beratung
In der offenen Beratung besteht die Möglichkeit, sich anonym und vertraulich beraten zu lassen. Sie findet in Form der Familienhebammen-Sprechstunde und Sprechstunde der Sozialpädagogin statt.

Neben der ganzheitlichen Gesundheitsfürsorge bezieht sich die Beratung auf sozialrechtliche Aspekte, die Vermittlung finanzieller Hilfen und psychosoziale Unterstützung. Belastungen und Bedarfe werden erkannt und entsprechende Unterstützung kann geleistet bzw. vermittelt werden.

 

Gruppenangebote
Im Rahmen eines wöchentlich stattfindenden Familiencafés im EKiZ haben Eltern die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen, gemeinsam mit ihren Kindern zu singen und zu spielen, sich über Angebote zu informieren und sich zu Themen der Gesundheitsvorsorge und allen relevanten Themen rund um Schwangerschaft, Geburt und Leben mit Säugling beraten zu lassen.

Der Babymassagekurs ermöglicht neben der eigentlichen Massageanleitung und Förderung der Mutter-Kind-Bindung auch Beratung bezüglich Pflege, Ernährung, Schlafverhalten und Handling.

 

Methode
Um für möglichst viele Familien zugänglich zu sein, orientiert sich MUT Frühe Hilfen an den Lebenswelten der Familien im Stadtteil, die Angebote sind niedrigschwellig und offen gestaltet.

Intensive Vernetzung und Kooperationen im Sozialraum ermöglichen, fließende Übergänge zu gestalten und zielgerichtet zu vermitteln. Die Arbeitsweise der Frühen Hilfen basiert auf dem systemischen Ansatz. Die in den Familien vorhandenen Fähigkeiten und Ressourcen werden für die Zusammenarbeit genutzt, persönliche Kompetenzen gesteigert.

Im wertschätzenden Miteinander gelingt es, die Familien zu motivieren, Lösungen zu suchen und ihr Leben eigenverantwortlich zu gestalten. Individuell, bedarfsorientiert und mit Fokus auf das Kindeswohl werden die Eltern begleitet.
Das multiprofessionelle Team aus Familienhebamme und Sozialpädagogin ermöglicht eine gezielte, ganzheitliche und fachlich kompetente Unterstützung der Familien und wird den besonderen Bedarfen während Schwangerschaft, nachgeburtlicher Phase und Säuglingsalter gerecht. Ein kultursensibles Vorgehen ist in einem multikulturellen Stadtteil wie Mümmelmannsberg gleichermaßen erforderlich wie selbstverständlich.

 

 

 

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